FLA-Speiltag 2. Ein herber Rückschlag

2018-05-23

Der zweite FLA-Spieltag in Wiener Neustadt begann gleich mit einer großen Überraschung – die Vipers trauten ihren Augen und Ohren nicht, als DC Toth beim jauchzte: „Jössas Burschen, helfts mir zählen! Stehts still, ich glaub das is Rekord! Jawoll Vereinsrekord!“ Satte 20 Vipers standen im Kreis und dehnten. Dabei wurde sogar noch ein Spieler vermisst.

Doch schon bald trat Ernüchterung ein. Als man das Spielfeld genauer unter die Lupe nahm, erinnerte es eher an den Acker oben am Hörnlwald (ehemaliger Trainingsplatz der Vipers, etwa um 2005). In der Mitte des Feldes ragte ein Kanaldeckel durchs Gras, in der Endzone hob Center Österreicher kurz vor Spielbeginn eine Plastikschaufel und einen Kübel aus einer improvisierten Sandkiste: „Das war hart an der Grenze. Vor jedem Snap musste ich den Ball erst wieder aus dem Gatsch ausbuddeln. Das hat Kraft gekostet. Ich hatte das Gefühl, dass die Refs den Ball bei mir besonders tief vergraben haben. Ein kleiner Scherz unter Kollegen, das bekommen sie noch zurück.“

Das erste Spiel gegen die Barracudas begann gleich wunschgemäß – einige Drives konnten von der stark aufspielenden Vipers-Defense gestoppt werden und die Offense scorte nach Belieben. Gestärkt durch den sicheren Vorsprung kamen mehrere Spieler zu ihrem Debüt, unter anderem T. Loos, der sich für weitaus mehr Spielzeit empfohlen hat. „Mhhhmmmm. Ohhhh!“, stöhnte QB Wasshuber zufrieden, während er sich nach dem Spiel vom Vereinsmasseur den Wurfarm durchkneten ließ.

Auch das zweite Spiel gegen die Saints aus Strebersdorf begann vielversprechend. Allerdings schlichen sich in der Offense einige Ungenauigkeiten ein, die gegen eine derart gute Defense beinahe zu viel waren. Durch zwei sensationelle Interceptions von Obczovsky und Toth gingen die Vipers allerdings sicher in Führung. Auch eine glücklich verwertete Hail Mary durch Österreicher bei auslaufender Uhr vor der Halbzeitpause gab Rückhalt. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken spielte es sich in Folge leichter.
Kurz vor Schluss setzte es allerdings einen herben Tiefschlag. Nach einer Interception hechtete Wasshuber akrobatisch zur Flagge des heranstürmenden DBs und stoppte ihn kurz vor der Endzone, leider verletzte er sich dabei schwer am Daumen und konnte nicht weitermachen. Geschockt durch diesen Verlust konnte die Offense Ersatz-QB Tucek nicht ins Spiel bringen und so kamen die Saints nochmals zurück und drehten das Spiel um einen Punkt. „Katastrophe. Was soll das? Ich versteh’s nicht. Komplett bitter“, fasste Alexander Marolt das Spiel zusammen.

Die Saints, die am vergangenen Spieltag einen rabenschwarzen Tag hatten, zeigten hier, dass sie immer noch ein heißer Anwärter auf das Playoff und wohl noch mehr sind.

Im letzten Spiel gegen die Graz Panthers warfen die Vipers sämtliche guten Vorsätze von Bord und gaben schon vor dem ersten Snap auf. Vollkommen verunsichert wurden drei verschiedene QBs eingesetzt, statt dem etatmäßigen Ersatz-QB Spielzeit zu geben. Dies veranlasste Rhone zu einer wichtigen Kopfwäsche: „Buben, so geht das nicht. Konzentrieren wir uns wieder mehr auf uns als auf die Gegner und hören wir auf ständig die Refs zu kritisieren. Wir müssen uns sammeln, diesen Tag genau analysieren und im Juni mit 120% zurückkommen. Wir sind besser als das, das wisst ihr!“ Die Panthers spielten das Spiel ganz trocken und solide runter, eine einwandfreie Leistung.

Ein Blick unter die Dusche danach fasst die Stimmung gut zusammen: Österreicher sitzt mit hängendem Kopf unter der Brause und schabt sich Sand und Erde aus den Zehennägeln. Chyna schreit nackt nur mit Socken bekleidet wild unrealistische Spielstände durch die Kabine und Radatz nimmt sich komplett gebrochen ein Taxi zurück nach Wien.

Die großartig unterstützenden Zuschauerinnen Glaser, Starmann und Walzer nahmen sogar gnädig einen ungeduschten und fürchterlich weinenden Froschauer im Auto mit zurück nach Wien. Beim Wegfahren trösteten sie die Mannschaft noch: „Der nächste Spieltag kommt bald, seid nicht traurig meine Kleinen.“

Recht haben sie.


FLA Spieltag 1/2018

2018-05-07

Samstagabend mussten die topmotivierten Vipers eine Hiobsbotschaft hinnehmen – Offensivhoffnung Prändl musste gesundheitsbedingt für den ersten Spieltag w.o. geben. „Das war natürlich extrem bitter, so motiviert und in Form war er noch nie“, war Starreceiver Marolt verzweifelt, „unlängst ist er sogar alleine zum Training gekommen, ohne Voith und Kresse, wir konnten alle unseren Augen nicht trauen und haben ewig nach seinen beiden Busenfreunden gesucht!“

Nichtsdestotrotz versammelte sich eine rekordverdächtige Anzahl an Vipers Spielern Sonntagmorgen auf der Ravelin. Auch einer der stärksten Neuzugänge ,Thorsten Loos, musste schweren Herzens aufgrund einer Schienbeinkopfprellung sein Debüt verschieben: „Sehr ärgerlich. An der Seite meines Bruders in der FLA zu starten war seit Jahren ein Traum – ich hoffe es klappt am nächsten Spieltag. Bei der verschobenen „Bruno Kreisky Memorial Bowl" im Donaupark werde ich mein Bein austesten können“, so der Receiver.

Angeführt von einem sich in Topform befindenden QB Wasshuber starteten die Vipers gegen den Aufsteiger Honeybees. Durch eine phänomenale Defense-Leistung konnte letztendlich ein klarer 26-7 Sieg eingefahren werden. „Ich bin sehr stolz auf unsre Neuzugänge in der Defense, Obczovsky und Holger Loos. Sie haben sich fabelhaft präsentiert, wirklich fabelhaft“, so DC Toth.

Gleich anschließend warteten die Studs aus Graz, die in der letzten Saison den starken dritten Platz belegten. Mit einem scheinbar aufgefrischten Kader gingen die Studs als Favoriten aufs Feld, konnten sich allerdings nie recht absetzen. Durch zwei großartige Drives der Vipers-Defense ergab sich ein Vorsprung, den die nahezu fehlerlose Offense rund um Wasshuber und Rhone nicht mehr hergab. „Eins seiner Sixpacks passt in meine Hand, das ist unfassbar, kein Wunder das er sich immer durchsetzt!“, schwärmt Obczovsky über Neuverpflichtung Rhone. Endergebnis: Vipers 53-39 Studs. Ein Traum.

Vor dem letzten Spiel freute sich ein extrem druckvoll spielender Stadler über den endlich angekommenen Wykopal: „Jawoll, der Bademeister ist da!“ Der Gegner war diesmal der Vizemeister von 2017, die Vienna Constables und es wurde ein großartiges Spiel, ein wahrer Leckerbissen in dem ein selten feiner Zug der Constables getan wurde: sie lehnten eine zu Unrecht gegebene Illegal Contact Strafe ab. Großartig! Letztendlich gewannen sie das Spiel knapp, sehr knapp, mit 42-41. „Ich weiß nicht worans gelegen ist, ich weiß es wirklich nicht. Ein Punkt ist so wenig. So wenig“, säuselte Ivellio-Vellin, schwer gezeichnet von der Sonne unter einem Tisch am Spielfeldrand liegend.

Letztendlich fuhren die Vipers mit einer 2-1 Bilanz heim. „Genial, wunderbar, ich weiß nicht was ich sagen soll!“, so Alexander Marolt.


Start in die neue Saison

2018-05-01

Es ist soweit - endlich. Nachdem die Jugendteams der Vipers bereits mitten in der Saison angekommen sind, geht es am kommenden Wochenende auch für das FLA-Team los.
Doch es wären nicht die Vipers, wenn sich über den Winter nicht vieles verändert hätte.

Nachdem Coach Kral seine Trainerfunktion nach einer sehr erfolgreichen Saison leider vorerst ruhend gestellt hat und Langzeitpräsident Jürgen G. nun die deutsche Flagfootball-Welt bereichert, mussten sich Vorstand und Trainerteam umstrukturieren.
"Wir sind finanziell gut aufgestellt und müssen uns keine Sorgen um die Lizenz mehr machen. Wir haben sie ohne Auflagen bekommen", so Peter Scherbaum, der neue Finanzvorstand.

Besonders stolz sind die Vipers auf ihre zahlreichen Neuzugänge. "Ein Waschbrettbauch schöner als der andere", mein Alexander Marolt, "so schön und sportlich waren wir noch nie."
Captain und Nationalteam-QB Felix Wasshuber sieht die Offense bereits auf einem guten Weg: “Ich möchte mich diese Saison ausschließlich auf die Vipers konzentrieren, Tackle-Football ist sekundär. Wir werden schwer zu halten sein.“

Am ersten Spieltag warten gleich die Aufsteiger Honeybees, die Studs und die Constables. Defensive Captain Roman Toth sieht dem ersten Gameday gelassen entgegen: „Das Training ist gut, die Stimmung ist gut, der Toth ist gut. Ich möchte mit drei Siegen heimfahren. Sicherlich kennen wir die Honeybees kaum, aber wir können uns gut auf die Gegner einstellen. Dass unser Neuzugang Wykopal am Vormittag noch den Bademeister bringen muss, schwächt uns natürlich, aber im Spiel des Tages gegen die Cons wird er zu seinem Debüt kommen. Ich freue mich!“

Die Spiele der Vipers:
10:00 vs. Honeybees
11:15 vs. Studs
13:45 vs. Constables


Vorbericht FLA-Spieltag 8

2017-09-13

Nachdem der letzte FLA-Spieltag ferienbedingt sehr mager mit zwei Niederlagen in zwei Spielen augefallen war, gab es am letzten Wochenende Grund zum Jubeln: die beiden Nationalteamspieler der Vipers, Wasshuber und Marolt, konnten bei der EM in Madrid mit einem knappen Sieg über Italien ungeschlagen die Goldmedaille erobern. Einziger Wermutstropfen ist die dabei erlittene Kreuzbandzerrung Marolts, die seine grandiose Saison vorzeitig beendete.

"Natürlich ist das bitter, ich hätte gerne mitgeholfen, mit der Mannschaft den Playoff-Platz zu sichern aber ich bin guter Dinge, dass sie es schaffen. Chyna Max agiert in den letzten Wochen in Hochform, insofern mache ich mir wenig Sorgen", bleibt Marolt zuversichtlich.

Im ersten Spiel wartet bereits der härteste Brocken, die Vienna Constables, die momentan auf Platz 2 rangieren. "Wir haben sie genau studiert und kennen sie schon lange. Wir haben ihre Stärken und Schwachstellen analysiert und sind bestens vorbereitet. Mit unserer Spritzigkeit in der Offense werden wir ihnen gehörig Druck machen. Kurz und kontinuierlich spielen lautet hier die Devise", gibt Coach Kral die Marschroute aus.

Anschließend geht es gegen die Graz Panthers, gegen die das Hinspiel nur knapp verloren wurde. Auch diese sind allerdings in ihrer momentanen Verfassung besser einzuschätzen, ein Sieg wäre zwar kein Wunder, aber sicherlich eine kleine Überraschung. WR Tucek, der am letzten Spieltag sensationell als QB eingesprungen war, will von einem ungleichen Kräfteverhältnis allerdings nichts wissen: "Was brauch ich mir den Gegner vorher groß zu reden? Ich geh in jedes Spiel mit dem festen Glauben an den Sieg, ansonsten hast eh schon verloren! Mir is es wurscht ob ich gegen die Indians spiel oder auf der Papswiese im Donaupark herumstolper', ein Sieg ist immer möglich. Erst wenn ich nach dem Spieltag unter der Dusche steh kann ich über Niederlagen nachdenken."

Das wohl entscheidende Spiel wird das letzte sein, Gegner sind die Steelsharks Traun. Das Hinspiel konnte zwar sicher gewonnen werden, allerdings werden diese topmotiviert ans Werk gehen, um dem Abstiegsgespenst endgültig zu entkommen und die kleine Chance auf das Playoff noch wahrzunehmen. Es bedarf also auch hier einer konzentrierten und beständigen Leistung über das ganze Spiel hindurch.

Obwohl das Saisonziel mit dem Klassenerhalt bereits erreicht ist, will die Mannschaft mehr. Besonders Chyna ist der Siegeswille anzusehen: "Jetzt ist nicht die Zeit für Fangfinten, das hat schon mein Basketball-Coach Fritz Miklas gesagt [Anm.: Schickt einen Kuss in die Kamera]." Bei der Frage nach der richtigen Taktik bleibt der Defense Captain kryptisch: "Wir müssen mehr Punkte machen als die Gegner, so läuft das und das wissen alle im Team!"

Fest steht also, dass die Vipers der FLA auch nächstes Jahr erhalten bleiben. Ob sie noch weiter um den Staatsmeistertitel mitspielen, wird sich am Samstag zeigen. Es gilt in erster Linie, gleich viele oder mehr Siege als die DeLaSalle Saints einzufahren.


Zwei Titel zum Abschied

2017-06-28

Am letzten Juniwochenende versuchten drei Vipers Jugendmannschaften Coach Jürgen Gatterbauer an seinem letzten Wochenende seiner Trainertätigkeit einen Titel zu schenken.

Als erstes stellte sich die u-15 Mannschaft dieser Aufgabe. Nachdem man im Grunddurchgang kein Spiel verloren hatte, wollte man auch im Halbfinale gegen die SPG Thunder/Bastards nicht verlieren.

Bei brütender Mittagshitze begann man gegen den Thunder konzentriert und konnte gleich anschreiben. Der Drive der Amstettener konnte auch gestoppt werden. In weiterer Folge reihten sich Touchdown an Touchdown und Stop an Stop. Lediglich gegen Ende des Spiels konnten der Thunder Ergebniskosmetik betreiben und einen Score erzielen. Somit endete das Spiel 46:7.

Nach einer ausgesprochen kurzen Erholungspause traf man im Endspiel auf die Dark Angels, die sich zuvor gegen die Raptors durchsetzen konnten.

Im Finale startete man gleich gut. Der erste Drive des Gegners könnte gehalten werden und man konnte gleich punkten. Die Defense steuerte 2 Interceptions bei und die Offense punktete 2 womit es 19:0 stand. Der einzige Zeitpunkt an dem das Spiel noch einmal eng hätte werden können, war als die Dark Angels zum 19:6 verkürzten. Doch sowohl die Offense als auch die Defense spielten konzentriert weiter und holten sich mit einem Endergebnis von 37:6 den zweiten u-15 Titel in Folge.

Bei anhaltender Hitze spielte die u-17 im Finale wieder gegen die Dark Angels. Schon beim Aufwärmen könnte man bemerken dass die Vipers sehr unkonzentriert ans Werk gingen. Das Spiel könnte auch kaum schlechter beginnen. Man geriet schnell 0:6 in Rückstand. Im Verlauf der ersten Hälfte könnten die beide Verteidigungen den Offensiven wenig entgegensetzen und so stand es zur Halbzeit 20:19 Vipers. Die zweite Hälfte begann wieder miserabel Offense konnte nicht punkten und die Defense agierte zu lasch und unkonzentriert wodurch man mit 20:25 in Rückstand geriet. Die Offense wollte auch dann nicht in die Gänge kommen doch die Defense hielt die Vipers durch 2 Interceptions im Spiel. Mitte der zweiten Hälfte konnten die Vipers wieder anschreiben und die Führung mit 27:25 zurückerobern. Doch die Defense hielt wieder nicht und es stand 27:31. Im darauffolgenden Drive der Offense, der mit rund 3 Minuten auf der Uhr begann, musste man also punkten um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. Herausragend in diesem Drive war QB Sebastian Kresse, der die Vipers mit einigen runs auf die drei yard Linie des Gegners brachte. Gepunktet wurde letztendlich durch einen schönen Pass auf Center Max Aigner. Neuer Spielstand 34:31 Vipers. Die Angels erhielten mit rund 1 Minute noch einmal das Ballrecht. Sie konnten schnell ein neues First Down erzielen und hatten noch gut 30 Sekunden auf der Uhr. Mit 15 Sekunden mussten sie am vierten Versuch aus rund 15 Yards in die Endzone passen. Doch dieser Pass konnte von Sebastian Kresse wunderschön abgefangen und in die gegnerische Endzone zurückgetragen werden. Endergebnis 40:31 Vipers. Es war ein hart erkämpfter aber verdienter Sieg für die ältesten Jungvipern.

Nachdem der Samstag mit zwei Meistertiteln so erfolgreich verlaufen ist, wollte die u-13 ihren älteren Vereinskollegen um nichts nachstehen und auch den Titel holen. Doch dazu mussten die Vienna Knights im Halbfinale bezwungen werden. Zu siebt sollte dies keine leichte Aufgabe werden. In der ersten Halbzeit konnte keine der beiden Offenses punkten weil beide zu ungenau agierten und die Verteidigung gut eingestellt waren. Am Ende der ersten Halbzeit wurde unser QB vom ungestüm agierenden Blitzer der Knights an der Hand verletzt. In der zweiten Halbzeit kassierten wir leider bald das 0:6 und die Offense konnte mit dem Backup QB leider nicht punkten. 3 Minuten vor Schluss warf unsere Offense einen Pick und kassierte knapp vor der 2-Minute Warning das 0:12. Der verletzte Starting QB Lisa Pscheidl wurde für einige Verzweiflungswürfe noch einmal aufs Feld geschickt. Und der erste dieser Pässe sollte gleich zu einem Touchdown führen. Auf einmal war wieder Hoffnung da. Nur noch 7:12 hinten, 1:37 noch auf der Uhr und beide Timeouts. Die Defense hielt und gab der Offense mit 30 Sekunden aber ohne Timeouts den Ball noch einmal. Noch ein Verzweiflungspass vom verletzten Quarterback endete mit sehr viel Glück in den Händen unseres Receivers. Mit 15 Sekunden und in der gegnerischen Hälfte versuchten wir einen kurzen schnellen Pass um danach rauszusteigen. Die Flagge wurde leider innerhalb gezogen und so musste der Ball noch einmal schnell angespielt werden. Mit ausgelaufener Uhr wurde der Ball geworfen, aber leider incomplete. So ging das Halbfinale leider sehr bitter mit 7:12 verloren. Darüber hinaus musste der verletzungsbedingte Ausfall unseres Starting QBs betrauert werden. Sichtlich geknickt bereiteten sich die jüngst Vipern auf das bei strömendem Regen stattfindende Spiel um Platz 3 vor. Überraschenderweise traf man in diesem Spiel auf die Klosterneuburg Indians, die im Grunddurchgang kein Spiel verloren hatten. Das Spiel um Platz 3 war von vielen Drops geprägt und Defenses, die die Flaggen gut zogen. Zur Halbzeit stand es noch 0:0. In der zweiten Halbzeit konnten die Indians zuerst anschreiben womit es 0:7 stand. Doch Niklas Radatz könnte im folgenden Drive einen tiefen Ball fangen und seinem Gegner entkommen. Damit stand es 6:7. Der nächste Drive der Indianer konnte schnell aufgehalten werden und mir etwas mehr als 3 Minuten auf der Uhr. Nach zwei verhauten Versuchen warf unser Backup QB Lino Descovich einen wunderschönen tiefen Pass auf Scoring Leader Niklas Radatz, der den Ball fangen konnte und in die Endzone marschierte. Oder auch nicht. Der Schiedsrichter meinte nämlich eine Pass Interference von Niklas gesehen zu haben. Also kein TD und vierter Versuch auf der eigenen zwei Yard Linie. Es musste also wieder ein tiefer Verzweiflungspass geworfen werden. Doch dazu kam es nicht. Unser QB wurde illegalerweise vom gegnerischen Blitzer an der Wurfhand getroffen. Dies hat eine neues First Down und 10 Yards Raumgewinn zu Folge. Nach Ausführung der Strafe musste das Spiel wegen eines Blitzeinschlags unweit vom Spielfeld unterbrochen werden. Nach rund 15 minütiger Pause wurde das Spiel mit 1:22 auf der Uhr fortgesetzt. Die Vipers Offense hat trotz der Unterbrechung konzentriert weitergespielt und konnte mit einem tiefen Pass die Führung zum 12:7 übernehmen. Die Defense der Vipers stand wieder auf dem Feld und musste die Indians aufhalten um das Spiel zu gewinnen. Die Indians konnten mit den ersten drei Versuchen nur geringen Raumgewinn erzielen und so mussten sie sich schon in der eigenen Hälfte einem Fourth Down stellen. Der Receiver der Indians konnte beim vierten Versuch den Ball nicht festhalten und somit hieß der Gewinner des Spiel um Platz 3 Vienna Vipers. Dieser 3 Platz ist eine Riesenerfolg, weil die u-13 erst seit dieser Saison an der FLJ teilnimmt.

Alles in allem war die FLJ Saison 2017 ein voller Erfolg für die Vienna Vipers. Man konnte Langzeitcoach und Urgestein des Flag Football Jürgen Gatterbauer zum Abschied zwei Meistertitel und einen 3. Platz schenken. Die Ziele für die nächste Saison sind damit klar. In der u-15 und u-17 gilt es den Meistertitel zu verteidigen und in der u-13 gilt es nächstes Jahr das Halbfinale zu gewinnen.


Playoffs oder Abstiegskampf?

2017-06-07

Nach dem 32-20 Sieg am letzten Gameday gegen die Saints, einen direkten Gegner im Kampf um die Playoffs, scheinen die Vipers nun endlich in der Saison angekommen zu sein. „Der Sieg letzte Woche stimmt mich sehr positiv. Auch die knappe 41-44 Niederlage gegen die Cons war schon sehr hohes Niveau, man darf nicht außer Acht lassen, dass sie momentan ja auf Platz 3 stehen, mit einem 6-2 Record. Dass wir gegen die Studs verloren haben geht so in Ordnung, es hatuns einfach gezeigt, dass wir auch in der Offense alle Spieler brauchen,“ resümiert Coach Kral den letzten Spieltag.

Am Samstag den 10.6. geht es nun in Wien weiter. Gegner sind die Barracudas und die Spartans. Defensive Captain Chyna erwartet sich zwei enge Spiele. „Die Offense der Spartans hat uns im letzten Spiel überrascht, das gebe ich zu. Da waren wir sicherlich nicht gut eingestellt. Aber das wird sich diesmal ändern. Gegen die Barracudas haben wir das letzte Spiel vor zwei Wochen knapp gewonnen, hier müssen wir also zu 100% fokussiert sein. Wenn wir uns endgültig Richtung Playoffs richten wollen, müssen wir hier gewinnen.“

Klar ist also, ein Sieg gegen die zweitplatzierten Spartans wäre ein riesen Erfolg, die Konzentration scheint allerdings eher auf dem zweiten Spiel zu liegen. Die Angst, wieder in den Abstiegsstrudel hineingerissen zu werden sitzt offenbar immer noch in den Hinterköpfen der Vipers.


Vorbericht FLA-Spieltag 3

2017-05-25

Am letzten Spieltag gelang der erste Sieg (vs. Steelsharks Traun) für das FLA-Team der Vipers, womit der Sprung aus dem Tabellenkeller vorerst geglückt ist. Übermorgen, Samstag, steht allerdings bereits der nächste Gameday an. Gegner sind diesmal die Panthers aus Graz und die beiden Wiener Vereine Dark Angels und Barracudas.

Da sich DC Toth eine kleine Auszeit gönnt, sprang diesmal Defensive Captain Chyna im Scouting ein. „Ich habe mir die Panthers sehr genau angesehen, nicht nur bei den letzten Spieltagen sondern auch im Training. Ihre Tabellenposition spiegelt definitiv nicht ihre Stärke wider. Mit den knappen Niederlagen gegen Studs und Indians sind sie für mich immer noch orger Finalkandidat. Wir werden fix auf Sieg spielen, die beiden Spiele danach haben aber sicherlich höhere Priorität im Abstiegskampf.“ .

Coach Kral konnte sich am letzten Spieltag erstmals ein Bild von den Barracudas machen und war einigermaßen beeindruckt. „Sie sind zwar nicht gut gestartet, aber haben ein extrem unkonventionelles Spielsystem, vor allem in der Offense. Wir haben aber im Training sowohl die Zuteilung bei Motions als auch die Run-Defense gefestigt, überraschen werden sie uns dahingehend also sicher nicht. Mir bereiten zwar die Ausfälle von Tucek und Prändl in der Offense etwas Kopfschmerzen, aber ich bin sehr zuversichtlich.“ Bei genauerem Nachfragen wirkte Kral allerdings doch etwas zerknirscht ob der vielen Verletzungen: „Dass Alexander Marolt nun doch noch länger ausfällt trifft mich wirklich schwer. In der Vorbereitung war er das Zugpferd, er hatte einen enormen Zug zum Ball und war physisch in einem herausragenden Zustand. Dieser Beinbruch macht mir, auch persönlich, sehr schwer zu schaffen.“ Prognostiziert wird ein Comeback bei A. Marolt erst im August, genauere Untersuchungen ergaben nun doch eine Jones Fraktur, also einen sehr langwieriger Bruch. .

Die dritten Gegner, die Angels, werden immer wieder als „Wundertüte“ bezeichnet. Ihre Leistungen hängen zumeist stark vom verfügbaren Personal ab. In welcher Formation sie diesen Spieltag antreten werden, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Starreceiver S. Marolt kümmert das allerdings wenig: „Wir müssen uns sowieso nur auf uns konzentrieren, für die Offense ist es unerheblich, wer der Gegner ist, unser Coach stellt sich schon beim Aufwärmen auf den Gegner ein. Unsere Defense muss einfach die Leistungen aus den letzten Spielen abrufen, dann wird das schon, ich freue mich bereits wahnsinnig auf das Duell!“ .

Aus den Stimmen der Spieler und des Coaching-Staff lässt sich also herauslesen, dass das Team mit zwei Siegen aus Linz heimfahren will.